Die Comedienne Tahnee Schaffarczyk hat in der ARD-Late-Night „Inas Nacht“ am Donnerstagabend ausführlich über ihr Coming-out gesprochen. In der Ausgabe vom 30. Juli 2026, aufgezeichnet in der Hamburger Kneipe „Zum Schellfischposten“, schilderte die 34-Jährige gegenüber Gastgeberin Ina Müller den Moment, in dem sie ihrer Mutter von ihrer Homosexualität erzählte, und die Jahre davor.

„Wie das halt beim Outing manchmal so ist: Das war kein guter Moment“, sagte Tahnee, wie mehrere Medien am Freitag berichteten. Zuvor habe sie die eigenen Gefühle lange mit sich selbst ausgetragen. „Du machst es halt erst mal Jahre mit dir selber aus. Du verstehst auch nicht richtig, was da passiert, aber dann ist das halt so“, zitieren die Wetterauer Zeitung und promipool.de die in Heinsberg geborene Comedienne.

Wie das halt beim Outing manchmal so ist: Das war kein guter Moment.
- Tahnee, in „Inas Nacht“ (ARD)

Die Reaktion der Mutter geriet nach Tahnees Schilderung zunächst außer Kontrolle. „Kann nicht einmal was normal laufen in diesem Hause?“, habe sie gesagt und angekündigt: „Ich fahr jetzt los und fahr gegen 'n Baum.“ Tahnee stellte in der Sendung klar, dass es dazu nicht kam und das Verhältnis zur Mutter heute wieder gut sei. Seit 2023 ist die Comedienne mit Juliette Schoppmann verheiratet, der Zweitplatzierten der ersten Staffel von „Deutschland sucht den Superstar“.

Prominenter Talkgast neben Fabian Köster

Neben Tahnee saß in der 60-minütigen Ausgabe der ZDF-heute-show-Korrespondent Fabian Köster am Tresen, für die Musik sorgten die Singer-Songwriterin Lara Hulo und der Hamburger Indie-Pop-Musiker Tjark. „Inas Nacht“ läuft seit 2007 und steht in der 22. Staffel; eine Wiederholung ist laut hamburg.t-online.de für Samstagnacht um 23:40 Uhr angesetzt, außerdem ist die Ausgabe in der ARD-Mediathek abrufbar.

Tahnee Schaffarczyk, 1992 in Heinsberg geboren, gehört seit Jahren zu den bekanntesten deutschsprachigen Stand-up-Comediennes und tritt regelmäßig als Parodistin und Moderatorin auf, unter anderem für das WDR-Format „NightWash“. Ausgezeichnet wurde sie mit dem Prix Pantheon, dem Stuttgarter Besen, dem Schwerter Kleinkunstpreis und dem Bayerischen Kabarettpreis. Ihre Sexualität thematisiert sie eigenen Angaben zufolge inzwischen auch auf der Bühne offen.