Zwei Tage nach dem Tod von Tim Curry - wie wir am Dienstag berichteten, starb der 80-jährige Schauspieler in der Nacht zum Mittwoch in seinem Haus in Los Angeles - reißen die Reaktionen aus Hollywood nicht ab. Weggefährten aus mehr als fünf Jahrzehnten, von der „Rocky Horror Picture Show“ bis „Spamalot“, meldeten sich am Mittwoch und Donnerstag mit persönlichen Nachrufen zu Wort. Parallel bestätigte Regisseur Michael Leavy, dass Curry seinen letzten Kinofilm noch vollständig abschließen konnte.

Am ausführlichsten äußerte sich Susan Sarandon, Currys Filmpartnerin in der Rolle der Janet Weiss. Auf Instagram teilte die 79-Jährige eine alte Aufnahme der beiden mit den Zeilen: „Was für ein witziger, sexy und origineller Mensch er doch war. Aber was ich an ihm am meisten liebte, war sein Herz.“ Auch nach Currys Schlaganfall 2012, so Sarandon, sei er „so freundlich und großzügig zu seinen Fans geblieben, selbst im Rollstuhl“. Ihre Botschaft endet mit den Worten: „Danke, Tim, dass du so vielen Menschen so viel bedeutet hast. Ich liebe dich, S.“

Was ich an ihm am meisten liebte, war sein Herz. Selbst im Rollstuhl blieb er so freundlich und großzügig zu seinen Fans.
- Susan Sarandon, Instagram

Auch Kiefer Sutherland, der 1993 in der „Drei Musketiere“-Verfilmung mit Curry vor der Kamera stand, meldete sich. „Tim Curry war jemand, den ich zutiefst geschätzt habe, jemand, mit dem ich sehr gerne gearbeitet habe. Ich bin dankbar für diese Erinnerungen“, zitiert der Hollywood Reporter aus Sutherlands schriftlicher Erklärung. Carol Burnett, mit der Curry 1982 für John Hustons Musicalfilm „Annie“ vor der Kamera stand, schrieb: „Niemand konnte liebenswürdige Bösewichte besser spielen als er. Er war ein lieber Freund. Ich hatte das Glück, ihn zu kennen.“ Eric Idle, mit dem Curry am Broadway die Monty-Python-Adaption „Spamalot“ bestritt und dort 2005 die Rolle des King Arthur verkörperte, schrieb auf X: „Sehr traurig, den Tod von Tim Curry mitzuerleben, unserem ersten King Arthur. Ein feiner Mann, Sänger, Schauspieler, Gastgeber und Gärtner.“ Regisseur Guillermo del Toro kondolierte auf X mit den drei Worten „Goodnight Sweet Myth“.

Letzter Kinofilm ist im Kasten

Neben den Nachrufen gibt es auch eine filmische Nachricht: Curry konnte seinen letzten Kinofilm noch vollständig abdrehen. In der Horrorfortsetzung „Stream 2: Sudden Death“ spielt er die Figur Lockwood - deutlich prominenter als in seinem Kurzauftritt im ersten Teil von 2024. Regisseur Michael Leavy bestätigte gegenüber TMZ, dass alle Szenen mit Curry im Kasten seien. „Es bedeutet uns viel zu wissen, dass das Publikum weiterhin die Gelegenheit haben wird, Tims Arbeit an dieser Rolle wertzuschätzen“, so Leavy. Ein Kinostart des Films ist bislang nicht angekündigt; laut Leavy soll die Produktion Curry gewidmet werden.

Curry hatte seit dem schweren Schlaganfall 2012 fast ausschließlich Sprechrollen im Synchronstudio übernommen. Sein Auftritt in „Stream 2“ bedeutete die erste physische Kinorolle seit „Kingsman: The Secret Service“ von 2014 - und, wie sich nun zeigt, seine letzte.