Die 12. Etappe der Tour de France 2026 führt am Donnerstag über 179,1 Kilometer vom Formel-1-Zirkus Nevers-Magny-Cours nach Chalon-sur-Saône. Start ist um 13.30 Uhr MESZ, die Ankunft in Burgund wird zwischen 17.29 und 17.50 Uhr erwartet. Das Profil ist flach, drei Wellen der vierten Kategorie im südlichen Morvan sind der einzige Widerstand - die letzte davon, die Côte de Montagny-lès-Buxy, liegt fast 20 Kilometer vor dem Ziel. Alles deutet auf einen Massensprint hin.
Für die Puncheure ist die Etappe damit eine der letzten großen Bühnen dieser Rundfahrt. Nach Bordeaux und Bergerac hat Tim Merlier die stärkste Sprintbilanz der ersten zwei Wochen. Der Belgier von Soudal-QuickStep dürfte im Duell mit dem Niederländer Olav Kooij, Vorjahres-Gewinner Jasper Philipsen sowie Biniam Girmay als Favorit gelten. Auch der norwegische Etappensieger vom Mittwoch, Søren Wærenskjold, wird nach seinem Coup in Nevers erneut vorne mitfahren.
Pogačar souverän, Lipowitz auf Rang sechs
In der Gesamtwertung führt Tadej Pogačar mit 3:36 Minuten Vorsprung auf Jonas Vingegaard und ist auf Kurs zum fünften Tour-Sieg. Der Slowene hatte auf der zehnten Etappe am Nationalfeiertag in Le Lioran solo gewonnen und den Vorsprung ausgebaut - inzwischen einer der komfortabelsten Führungen der jüngeren Tour-Geschichte in dieser Phase. Auf einer Sprint-Etappe wie am Donnerstag ist keine Bewegung im Klassement zu erwarten.
Gegen eine Leistung wie diese kann man nichts machen. Pogačar war einfach zu stark.
Der aussichtsreichste deutsche Fahrer ist Florian Lipowitz. Der 25-jährige Bora-Hansgrohe-Profi kletterte am Le Lioran als Vierter ins Ziel und rangiert im Gesamtklassement auf Platz sechs. Auf den drittplatzierten Remco Evenepoel fehlen ihm 38 Sekunden - ein Podestplatz in Paris bleibt in Reichweite, wenn die Alpen kommende Woche das Feld auseinanderreißen. Am Donnerstag wird Lipowitz das Sprint-Getümmel meiden und sich auf die Berge des dritten Turnierdrittels vorbereiten.
Am Freitag folgt mit dem Einzelzeitfahren rund um Peyragudes die nächste harte Prüfung für die Klassementfahrer, bevor die Tour am Wochenende die Alpen erreicht. Die Etappe wird live in der ARD und bei Eurosport übertragen.