Tim Merlier hat die siebte Etappe der Tour de France 2026 gewonnen. Der Belgier vom Team Soudal Quick-Step setzte sich am Freitagabend nach 175,1 Kilometern von Hagetmau nach Bordeaux im Massensprint gegen den Norweger Sören Wärenskjold und den Eritreer Biniam Girmay durch, wie die Sportschau berichtete. Für den 33-Jährigen war es der vierte Tour-Etappensieg seiner Karriere.

Aus deutscher Sicht war Max Kanter der Schnellste. Der Sprinter von XDS Astana wurde Vierter, nachdem er auf dem letzten Kilometer in eine ungünstige Position geraten war. „Es war nicht ideal für uns. Wir waren auf dem letzten Kilometer wirklich eingebaut“, sagte Kanter im Interview mit Eurosport. Phil Bauhaus (Bahrain Victorious) folgte auf Platz sechs, Pascal Ackermann (Jayco AlUla) auf Rang zwölf. Bauhaus zeigte sich zufrieden: „Beim ersten Sprint war ich 18., von daher ist der sechste Platz definitiv ein Schritt in die richtige Richtung.“

Merlier hatte auf den finalen 500 Metern eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 69,6 Kilometern pro Stunde erreicht - erst auf den letzten 100 Metern zog er an Wärenskjold vorbei. „Es war ein chaotischer Weg, um in eine gute Position zu kommen. Aber ich habe es geschafft, weil mich das Team dahin gebracht hat“, sagte der Belgier laut Sportschau. Der französische Ausreißer Baptiste Veistroffer hatte den Tag lang das Feld angeführt und war 157 Kilometer allein gefahren, bevor das Peloton ihn 17 Kilometer vor dem Ziel einholte.

Es ist erst meine dritte Tour de France, und jetzt habe ich bei jeder Teilnahme eine Etappe gewonnen.
- Tim Merlier, Etappensieger, gegenüber Eurosport

Pogacar bleibt in Gelb, Vingegaard lauert

An der Spitze des Gesamtklassements änderte sich nichts. Titelverteidiger Tadej Pogacar verteidigte das Gelbe Trikot mit einem Vorsprung von 2:42 Minuten vor seinem Herausforderer Jonas Vingegaard. Die Sprintetappe brachte für die Gesamtwertung keine Bewegung, weil die Klassementfahrer keine Zeit verloren. Erst am kommenden Dienstag wartet mit dem Massif Central wieder eine Etappe, auf der Sekunden zwischen Pogacar und Vingegaard fallen können.

Am Samstag steht mit der achten Etappe von Périgueux nach Bergerac erneut ein Tag für die Sprinter an. Auf 180,4 flachen Kilometern durch die Dordogne führt die Strecke nur über zwei Berge der vierten Kategorie. Der Zielort in Bergerac ist mit mehreren scharfen Kurven auf den letzten Kilometern jedoch anspruchsvoller als der breite Auslauf in Bordeaux. Merlier will laut Eurosport nachlegen, Kanter und Bauhaus hoffen auf den nächsten Anlauf zum ersten deutschen Tour-Sieg der Saison.