Der 1. FC Union Berlin und Eintracht Frankfurt haben sich am ersten Spieltag der Bundesliga-Saison 2026/27 mit 3:3 getrennt. Im Stadion An der Alten Försterei traf Tim Skarke am Samstagnachmittag in der zweiten Minute der Nachspielzeit zum Ausgleich, nachdem Union zweimal in Rückstand geraten war. Bei Frankfurts Trainer-Rückkehrer Adi Hütter erzielte Younes Ebnoutalib einen Dreierpack - das reichte am Ende aber nicht zum Auftaktsieg.
Der Beginn im Osten Berlins verlief turbulent. Bereits in der 3. Minute köpfte Emmanuel Latte Lath eine Flanke von Josip Juranović zur Führung ins Netz. Sieben Minuten später drehte die Eintracht die Partie: Innerhalb von 51 Sekunden traf Ebnoutalib in der 10. und der 11. Minute zum Ausgleich und zur Führung, jeweils mit rechts. Mit dem 2:1 für die Gäste ging es in die Kabine.
Wir müssen uns auf viele lange Einwürfe, viele Bälle in den Strafraum und ein sehr dynamisches Spiel einstellen.
Nach der Pause schien die Partie in der 67. Minute entschieden, als Ebnoutalib mit seinem dritten Treffer auf 3:1 für die Gäste stellte. Doch Union gab sich nicht geschlagen. Innenverteidiger Leopold Querfeld brachte nach Vorarbeit von Juranović in der 79. Minute per Kopf den Anschluss. In der Nachspielzeit landete der Ball dann bei Skarke, der aus kurzer Distanz zum umjubelten 3:3 traf. Wenige Momente später pfiff der Schiedsrichter die Partie ab.
Lustrinelli-Debüt endet mit einem Punkt
Für Mauro Lustrinelli, den 50-jährigen Schweizer, war es das Debüt in der höchsten deutschen Spielklasse. Der frühere Schweizer Nationalspieler hatte den FC Thun in der vergangenen Saison überraschend zum ersten Landesmeistertitel der Vereinsgeschichte geführt und übernahm Union zum Start der Bundesliga-Saison 2026/27. Zuletzt hatte er sich bereits im DFB-Pokal gegen Zweitligist Eintracht Braunschweig mit 4:2 durchgesetzt, wie Sport1 berichtete. In Berlin folgt nun eine andere Aufgabe: Union hatte die vergangene Bundesliga-Saison auf Rang elf beendet.
Hütters Rückkehr nach fünf Jahren
Auf der Frankfurter Bank stand Adi Hütter - zum zweiten Mal in seiner Karriere. Der 56-jährige Österreicher hatte die Eintracht bereits von 2018 bis 2021 trainiert und mit ihr das Halbfinale der Europa League erreicht. Nach Stationen bei Borussia Mönchengladbach und der AS Monaco, mit der er 2023/24 französischer Vizemeister wurde, kehrte er zum 1. Juli 2026 an den Main zurück. Sein Vertrag läuft bis 2029, wie die Bundesliga-Website mitteilte. Trotz des starken Auftritts von Ebnoutalib - vom Anbieter Sportschau als Man of the Match ausgezeichnet - fehlte am Ende der erhoffte Auftaktsieg.
Beide Trainer treffen bereits zum zweiten Mal aufeinander. In der Schweizer Super League 2016/17 endete das direkte Duell zwischen Hütter und Lustrinelli 0:0, wie die Hessenschau in der Spielvorschau erinnerte. In Berlin fiel diesmal zumindest der Ball häufiger ins Tor - und Union hat sich mit einem späten Punkt aus dem Auftakt gerettet.