Die USA sind in der Nacht zum Samstag mit einem 4:1 gegen Paraguay in ihre Heim-WM gestartet. Im SoFi Stadium in Inglewood vor den Toren von Los Angeles entschied das Team von Mauricio Pochettino die Auftaktpartie der Gruppe D bereits in der ersten Halbzeit, getragen von einem frühen Eigentor und einem doppelt treffenden Folarin Balogun. Gio Reyna setzte in der Nachspielzeit den Schlusspunkt.

Schon in der siebten Minute lagen die Gastgeber vorn. Christian Pulišić zog zwischen zwei paraguayische Verteidiger durch, sein Querpass fand Weston McKennie, der Ball sprang von Paraguays Mittelfeldspieler Damián Bobadilla zum 1:0 ins eigene Tor. Pulišić sei „kaum zu stoppen“ gewesen, hieß es im Liveticker des ZDF. In der 31. Minute legte Balogun nach einem flachen Pulišić-Zuspiel zum 2:0 nach, kurz vor der Pause traf der Stürmer in der fünften Minute der Nachspielzeit zum 3:0.

In der zweiten Halbzeit verlor Pochettinos Elf zunächst die Linie. In der 73. Minute kam Paraguay durch Mauricio Magalhães Prado zum 3:1, dem ersten Treffer einer enttäuschenden Albirroja. Erst tief in der Nachspielzeit stellte Gio Reyna in der 98. Minute den klaren Endstand her. Pochettinos Team kam laut NBC News über die gesamte Partie auf rund 70 Prozent Ballbesitz; Paraguays Trainer Gustavo Alfaro bekam seine Offensivreihe um Miguel Almirón, Julio Enciso und Antonio Sanabria nie konstant ins Spiel.

Du musst einen Plan entwickeln, der auf deiner eigenen Persönlichkeit basiert.
- Mauricio Pochettino, USA-Trainer, Sportschau

Pochettino, vor dem Anstoß noch zurückhaltend mit Kabinenreden und Versprechen, bekommt nach dem Auftakt Luft. Der 54-Jährige steht seit 2024 an der Seitenlinie der USA und kommt nach Sportschau-Angaben auf 15 Siege, 10 Niederlagen und ein Remis. Sein Trainerstil sei daran zu erkennen, dass „du einen Plan entwickeln“ müsse, der auf der eigenen Persönlichkeit basiere, zitierte ihn die Sportschau im Vorbericht.

Argentinisches Trainerduell, klare Rollen

Das Auftaktduell war auch ein Treffen zweier Argentinier. Pochettino, einst PSG- und Chelsea-Coach, traf auf den 63-jährigen Alfaro, der nach Sportschau-Einschätzung als „Taktikgenie“ gilt und in der Vorbereitung Siege gegen Brasilien, Argentinien und Uruguay erzielt hatte. In Inglewood blieb die Albirroja, die nach 16 Jahren WM-Pause auf Wiedergutmachung gehofft hatte, aber blass.

Für die USA ist es der erste Heim-Turnierauftakt seit der WM 1994. Im Stadion der Rams und Chargers gewannen die Gastgeber zum ersten Mal seit dem WM-Duell von 1930 wieder gegen Paraguay - vor 96 Jahren im Eröffnungsspiel der allerersten WM mit 3:0, in Inglewood diesmal mit 4:1. Vier Tore in einem WM-Spiel hatte das US-Team zuvor noch nie geschossen, wie ESPN festhielt. Mit dem zweiten Gruppenspiel am kommenden Spieltag steht für Pochettinos Team bereits die Weichenstellung Richtung Achtelfinale an.