Alexander Zverev bestreitet am Dienstagnachmittag in Wimbledon sein erstes Match auf Rasen seit dem Roland-Garros-Triumph Anfang Juni. Der French-Open-Sieger trifft in der ersten Runde auf den belgischen Aufsteiger Alexander Blockx und wurde nach der verletzungsbedingten Absage von Jack Draper vom Court 1 auf den Centre Court verlegt. Vor Zverev und Blockx eröffnen Iga Swiatek und die US-Amerikanerin Taylor Townsend gegen 14:30 Uhr MESZ den Tag auf dem Hauptcourt. Die Begegnung des Hamburgers wird in Deutschland exklusiv bei Prime Video gezeigt.

Gegen Blockx hat Zverev in diesem Jahr bereits zweimal gespielt - beim Masters in Madrid im Halbfinale (6:2, 7:5) und beim Masters in Rom in einer früheren Runde (6:1, 6:4), jeweils in zwei Sätzen. Auf Sand. Auf Rasen treten beide an der Church Road erstmals gegeneinander an, der 21-jährige Blockx ist Hauptfeld-Debütant. Die größere Hürde liegt für Zverev mutmaßlich erst hinter dem Achtelfinale: Bei einem möglichen Viertelfinale gegen Taylor Fritz steht der Bilanz nach die Statistik gegen ihn - sieben Niederlagen in den vergangenen sieben Aufeinandertreffen.

Ich fühle mich dieses Jahr anders.
- Alexander Zverev, vor Wimbledon-Start

Fünf deutsche Damen, vier harte Lose

Bei den Frauen schickt der DTB fünf Spielerinnen ins Hauptfeld, vier von ihnen treffen sofort auf eine gesetzte Konkurrentin aus den Top 25. Tamara Korpatsch wird auf die Weltranglistensiebte Coco Gauff treffen, Ella Seidel auf die Tschechin Linda Nosková (Nr. 10), Eva Lys auf die Russin Diana Schnaider (Nr. 16), Laura Siegemund auf die Belgierin Elise Mertens (Nr. 26). Die Auslosung sei „bitter geraten“, urteilte die Sportschau am Montag - „fast alle treffen sie auf eine Spielerin aus der Weltspitze“. Vergleichsweise machbar fiel das Los für die 38-jährige Tatjana Maria aus, die gegen die Kasachin Julija Putinzewa (Nr. 85) antritt.

Im Herrenfeld stehen mit Zverev neben Yannick Hanfmann, Daniel Altmaier und Jan-Lennard Struff insgesamt vier Deutsche - Zverev ist der einzige Setzlistenspieler. Er geht zwar als Weltranglistendritter und Grand-Slam-Champion ins Turnier, doch Wimbledon ist statistisch sein schwächstes Major: Über das Achtelfinale ist er an der Church Road bislang nicht hinausgekommen. Vor der Reise sprach er bei Prime Video über Rückenbeschwerden und einen defekten Insulin-Sensor, der das Diabetes-Management erschwert habe. Trotzdem klang er entspannter als in den Vorjahren. „Ich fühle mich dieses Jahr anders“, sagte Zverev - eine Aussage, die in Paris kürzlich noch belegt wurde.