Der Wimbledon-Sonntag am 5. Juli bringt auf dem Centre Court drei Achtelfinals mit reinem Grand-Slam-Kaliber. Novak Djokovic eröffnet um 13:30 Uhr Ortszeit gegen den Russen Roman Safiullin, es folgt das Wiedersehen zwischen den beiden vierfachen Major-Siegerinnen Aryna Sabalenka und Naomi Osaka, den späten Abschluss bestreitet Titelverteidiger Jannik Sinner gegen den japanischen Qualifikanten Shintaro Mochizuki.
Djokovic geht mit einem gerade eingestellten Rekord ins Match: Mit seinem Viersatzsieg gegen Arthur Rinderknech in Runde drei egalisierte er Roger Federers Bestmarke von 105 Herren-Einzelsiegen in Wimbledon. Gewinnt der Serbe das Turnier, würde er auch bei den acht Wimbledon-Kronen mit Federer gleichziehen und mit 25 Major-Titeln erstmals allein an der Spitze der Grand-Slam-Statistik stehen. Er wäre zudem der älteste Sieger der Open Era. Safiullin, über die Qualifikation ins Hauptfeld gekommen, hält aktuell eine Sechs-Siege-Serie auf Rasen; Djokovic führt das Head-to-Head mit 3:0.
Sabalenka gegen Osaka ist das prestigeträchtigste Frauen-Match der zweiten Turnierwoche. Vier Major-Titel auf jeder Seite, das fünfte Aufeinandertreffen, aber Sabalenka führt 4:1. Die Weißrussin hat die letzten drei Duelle in Indian Wells, Madrid und Roland Garros allesamt für sich entschieden, jeweils ohne mehr als einen Satz abzugeben. Osaka gewann bislang nur das erste Duell überhaupt, bei den US Open 2018. Für sie ist das Rasen-Achtelfinale die weiteste Wimbledon-Vorstellung seit acht Jahren.
Ich fühle mich mental super stark. Ich bin bereit, hinauszugehen und zu kämpfen.
Sinner mit Formsorgen gegen japanischen Qualifikanten
Sinner rang sich in der dritten Runde gegen den Portugiesen Nuno Borges zum 7:6 (7:4), 7:6 (7:2), 6:4 durch - der Weltranglistenerste kämpft in dieser Auflage sichtbar mit Rhythmus und Aufschlagquote. „Das Niveau war niedriger als das, was man von Jannik erwartet“, urteilte Eurosport-Experte Greg Rusedski, „aber er gewann an einem Tag, an dem vieles nicht rundlief.“ Mochizuki, in der IMG Academy in Bradenton ausgebildet, ist der erst vierte Japaner in der Open Era, der ein Wimbledon-Achtelfinale erreicht. Für den Qualifikanten ist es der erste Auftritt auf dem Centre Court.
Auf Court 2 misst sich am späten Nachmittag Jan-Lennard Struff mit dem Wimbledon-Halbfinalisten von 2023, Hubert Hurkacz - für den Warsteiner das erste Grand-Slam-Achtelfinale seiner Karriere. Auf Court 1 fordert außerdem die Weltranglistendritte Coco Gauff die Schweizerin Belinda Bencic.
Wimbledon führt die „Middle Sunday“-Programmierung seit 2022 fort - kein Ruhetag mehr, sondern der volle Achtelfinal-Sonntag. Wer die Runde übersteht, ist am Dienstag ohne Trainingstag im Viertelfinale.