Alexander Zverev und Jan-Lennard Struff stehen bei den All England Championships in der dritten Runde. Der French-Open-Champion setzte sich am Donnerstag auf Court eins in Wimbledon in nur zwei Stunden und vier Minuten mit 6:1, 6:3, 7:6 (7:3) gegen den Franzosen Valentin Royer durch, wie die Sportschau berichtet. Struff schlug den favorisierten US-Amerikaner Brandon Nakashima im wiederaufgenommenen Fünfsatz-Duell mit 4:6, 7:6 (8:6), 7:6 (7:5), 6:7 (6:8), 7:6 (10:7). Yannick Hanfmann verpasste dagegen die dritte Runde bei einem Grand Slam mit 3:6, 4:6, 4:6 gegen den Russen Karen Chatschanow.
Zverev, an Nummer drei gesetzt und laut ATP im Weltranking auf Platz drei geführt, brach den Aufschlag des Weltranglisten-75. Royer früh in beiden Sätzen und leistete sich bis Ende des zweiten Durchgangs kaum einen Fehler. Im dritten Satz gab der Hamburger ein 4:3 aus der Hand, ließ Royer zum 4:4 ausgleichen und geriet erstmals unter Druck. Im Tiebreak zog er dann kompromisslos durch und verwandelte den dritten Matchball mit einem Ass. Es war Zverevs 50. Karriere-Sieg auf Rasen. In der dritten Runde trifft er am Samstag auf den US-Amerikaner Marcos Giron, der Quentin Halys glatt mit 7:6 (7:5), 6:3, 6:4 bezwungen hatte.
Ich habe zweieinhalb Sätze fast perfektes Tennis gespielt. Dann habe ich den Fokus verloren, und das hat er gut ausgenutzt.
Struff hatte am Mittwochabend das Duell mit Nakashima wegen Dunkelheit auf Court 12 unterbrochen bekommen. Beim Stand von 2:2 in den Sätzen ging es am Donnerstagmittag weiter, und der 36-Jährige aus Warstein setzte sich in einem Aufschlag-Duell durch, das der Sportschau zufolge 86 Asse hervorbrachte - 45 auf Struffs Seite, 41 auf der Nakashimas. Es ist Struffs fünfte dritte Runde in Wimbledon. Am Freitag wartet der Russe Daniil Medwedew, gegen den der Deutsche in bislang neun Duellen nur einmal gewinnen konnte. „Natürlich möchte ich das erste Mal in die vierte Runde einziehen. Es ist ein Grand Slam, es ist Wimbledon, das ist schön - man ist auf jeden Fall hoch motiviert“, sagte Struff nach der Partie laut t-online.de.
Für Hanfmann endet das Turnier dagegen im zweiten Anlauf. Der 34-Jährige aus Karlsruhe hatte im ersten deutschen Männer-Duell des Turniers am Montag Rudolf Molleker besiegt, blieb aber gegen Chatschanow ohne Chance. Von den drei verbliebenen deutschen Herren stehen damit zwei in Runde drei; im Damenfeld setzte Tatjana Maria am Dienstag ihren Rasen-Lauf fort. Für Zverev, der in London bislang nie über das Viertelfinale hinausgekommen ist, ist Giron auf dem Papier die kleinste Hürde - erst in Runde vier droht ein möglicher Vergleich mit Jiri Lehecka, im Viertelfinale ausgerechnet Taylor Fritz, gegen den er zuletzt siebenmal in Folge verloren hat.