Der Slowene Slavko Vincic wird am Sonntag das WM-Finale zwischen Spanien und Argentinien leiten. Die FIFA gab die Nominierung am Donnerstag bekannt, wie unter anderem die Tribune India und die Sportschau berichten. Für den 46-Jährigen aus Maribor ist es die erste Endspiel-Berufung bei einer Weltmeisterschaft und zugleich sein sechster Einsatz bei einem WM-Turnier, der vierte allein bei dieser Ausgabe in Nordamerika. Anpfiff im MetLife Stadium in East Rutherford ist um 21 Uhr MESZ, das ZDF überträgt live.

Vincic steht seit 2010 auf der FIFA-Liste und gilt in der UEFA als Referee der Elitekategorie. Auf Klubebene leitete er 2022 das Europa-League-Finale zwischen Eintracht Frankfurt und den Glasgow Rangers, im Jahr darauf das Champions-League-Endspiel zwischen Real Madrid und Borussia Dortmund, das die Spanier 2:0 gewannen. Beide Finalisten kennt er aus jüngerer Vergangenheit: Bei der EM 2024 pfiff er sowohl Spaniens 1:0 in der Gruppenphase gegen Italien als auch das dramatische 2:1 im Halbfinale gegen Frankreich, in dem Lamine Yamal den Ausgleich erzielte. Argentinien traf er zuletzt in Katar 2022 - beim historischen 1:2 gegen Saudi-Arabien in der Gruppenphase, der bislang einzigen WM-Niederlage der Albiceleste unter Vincic.

Dankert im Video-Keller, Slowenen an den Linien

An den Seitenlinien assistieren Vincic seine Landsleute Tomaz Klancnik und Andraz Kovacic, Vierter Offizieller ist der Jordanier Adham Makhadmeh, Reserve-Assistent der Kuwaiter Mohammad Alkalaf. Aus deutscher Sicht bemerkenswert ist die Besetzung des Video Assistant Referee: Bastian Dankert, ebenfalls 46 und aus Rostock, sitzt beim Endspiel im Video-Keller. Für den DFB-Referee ist es laut der FIFA-Aufstellung der zwölfte Einsatz bei diesem Turnier, sechsmal als VAR und sechsmal als Assistant VAR - kein anderer Offizieller des DFB kam so häufig zum Zug. Felix Zwayer war das Turnier bereits vorher zu Ende gegangen.

Everyone knows who Messi is, but no one expected him to be playing at such a high level. I'm really happy for him.
- Lamine Yamal über Lionel Messi, El Mundo Deportivo

Die Konstellation entspricht der bisherigen FIFA-Praxis, im Endspiel weder Referees aus Europa noch aus Südamerika zu bevorzugen, wenn beide Kontinente vertreten sind - beim Finale 2022 zwischen Argentinien und Frankreich hatte der Pole Szymon Marciniak gepfiffen. Vincic hatte bei diesem Turnier bereits das Sechzehntelfinale zwischen Mexiko und Ecuador (2:0) geleitet und zwei weitere Partien in der Vor- und K.o.-Runde. Auch die Ansetzung für das kleine Finale steht: Frankreich gegen England am Samstagabend in Miami wird vom Venezolaner Jesus Valenzuela gepfiffen.