Wenn am Sonntagabend im MetLife Stadium in East Rutherford der Ball zum WM-Finale zwischen Spanien und Argentinien rollt, sitzt in Deutschland ein Millionenpublikum vor dem Fernseher - und zwei Sender kämpfen um die Aufmerksamkeit. Das ZDF überträgt das Endspiel frei empfangbar ab 19.30 Uhr, Anstoß ist um 21.00 Uhr MESZ. Parallel schickt MagentaTV eine deutlich größere Studiobesetzung ins Rennen und beginnt schon um 18.30 Uhr.
Beim ZDF kommentiert Oliver Schmidt das Spiel. Aus dem Stadion melden sich Moderator Jochen Breyer und die Experten Christoph Kramer und Per Mertesacker, während in Berlin Katrin Müller-Hohenstein die Studiorunde leitet. An ihrer Seite sind Christian Streich und die Sportjournalistin Friederike Kromp. Am Spielfeldrand berichtet Amelie Stiefvatter, für die Schiedsrichter-Analyse ist der frühere FIFA-Referee Thorsten Kinhöfer zuständig.
Gesendet wird aus dem ZDF-Hauptstadtstudio im Zollernhof Unter den Linden. Der Innenhof ist für Zuschauer geöffnet, laut ZDF sollen mehr als 100 Gäste den Abend vor den Videowänden verfolgen können. Das Endspiel wird nach dem Halbfinal-Aus der deutschen Elf gegen Frankreich ohne DFB-Beteiligung ausgetragen - Bundestrainer Julian Nagelsmann hatte bereits Ende Juni auf eine öffentliche Analyse verzichtet.
MagentaTV mit größter Studiobesetzung des Turniers
Die Telekom-Tochter geht mit dem breitesten deutschen Aufgebot ins Finale. Wolff Fuss kommentiert die Partie, im Studio moderieren Johannes B. Kerner, Laura Wontorra und Tabea Kemme. Als Experten sind Thomas Müller, Mats Hummels und Jürgen Klopp gemeldet - für Klopp ist es der erste öffentliche Auftritt, seit er unlängst kolportierte Aussagen über England und Thomas Tuchel dementiert hatte. Die taktische Analyse übernehmen Benni Zander und Tobias Schweinsteiger in einem eigenen Feed, für die Schiedsrichter-Fragen sind Patrick Ittrich und Jan Henkel zuständig. Zusätzlich gibt es einen Kult-Kommentar-Kanal mit Rick Goldmann und Basti Schwele.
MagentaTV hatte bereits das Spiel um Platz drei zwischen England und Frankreich am Samstag exklusiv gezeigt - der 4:0-Sieg der Three Lions ging im ZDF-Programm nicht auf Sendung. Fürs Finale sind beide Sender zurück auf Augenhöhe: ARD und ZDF hatten sich im Vorfeld auf 60 der insgesamt 104 Turnierspiele im Free-TV geeinigt, das Endspiel gehörte dazu.
Vincic pfeift, Dankert sitzt im Video-Keller
Für die deutsche Perspektive auf das Spielgeschehen im MetLife Stadium sorgt ein Landsmann - allerdings nicht am Mikrofon, sondern im Video-Assistenten-Zentrum. Bastian Dankert unterstützt den slowenischen Schiedsrichter Slavko Vincic, der die Partie leitet. Angepfiffen wird das Endspiel um 15.00 Uhr Ortszeit an der US-Ostküste, das entspricht 21.00 Uhr in Deutschland.