Nintendo hat am Montag um 16 Uhr deutscher Zeit eine gut halbstündige Sonderausgabe seiner Direct-Reihe zum 40. Geburtstag der „Legend of Zelda“-Serie gestreamt. Der Konzern nutzte den Termin, um zwei lange erwartete Projekte einzuordnen: ein Remake von „Ocarina of Time“ für die Switch 2 mit Erscheinungsdatum 5. November 2026 und einen Kinofilm, der am 30. April 2027 in die Kinos kommen soll.

Das Remake des 1998 erschienenen N64-Klassikers steht im Zentrum der Präsentation. Neu sind laut Nintendo unter anderem freies Springen, ein Sprint aus einer Rollbewegung heraus, bewegungsgestütztes Zielen und eine vollständig freie Kamera. Das Fachportal it-boltwise berichtet, dass Spielerinnen und Spieler die titelgebende Okarina künftig auch aktivieren können, indem sie in das Mikrofon der Konsole hineinsingen - eine Funktion, die technisch anspruchsvoll ist und je nach Umgebungsgeräusch zuverlässig arbeiten muss. Der digitale Preis liegt bei 59,99 US-Dollar, die physische Fassung bei 69,99 US-Dollar.

Passend zum Spiel bringt Nintendo eine reale Okarina in den offiziellen Store, das Zubehörunternehmen Hori kündigte eine elektronische Variante an. Am 29. Oktober 2026, also gut eine Woche vor dem Spielstart, erscheint zudem eine „Zelda“-Edition der Switch 2 samt farblich abgestimmtem Dock, Pro Controller und Transporttasche.

Ein Film, der einfach „The Legend of Zelda“ heißt

Zur seit 2023 laufenden Realverfilmung, die Nintendo gemeinsam mit Sony Pictures produziert, gab es erstmals einen offiziellen Titel und einen Kinostart. Der Film heißt schlicht „The Legend of Zelda“ und läuft am 30. April 2027 an. Serien-Schöpfer Shigeru Miyamoto, der laut Nintendo eng in die Produktion eingebunden ist, begründete den Verzicht auf einen Untertitel damit, dass die Geschichte kein einzelnes Spiel adaptiere. Der Film sei „ein originäres Werk, inspiriert von den Ideen und Konzepten, die wir über 40 Jahre der Serie aufgebaut haben“, zitiert das Branchenmagazin GamePro Miyamoto. Warum der schlichte Titel passe, werde nach dem Kinobesuch klar.

Der Film ist ein originäres Werk, inspiriert von den Ideen und Konzepten, die wir über 40 Jahre der Serie aufgebaut haben.
- Shigeru Miyamoto, zitiert bei GamePro

App, Museum und ein Orchester auf Tournee

Neben Spiel und Film kündigte Nintendo eine begleitende Smartphone-App an. „Zelda Notes“ unterstützt laut Nintendo neben dem Ocarina-Remake auch die Switch-Titel „Breath of the Wild“ und „Tears of the Kingdom“ und bietet unter anderem einen digitalen Okarina-Modus, QR-Code-Sharing und ein Quiz mit über 2.000 Fragen. Das Nintendo Museum im japanischen Uji ergänzt sein Angebot um eine „Zelda“-Historienwand und ein Foto-Motiv mit dem Master Sword ab dem 5. November - dem Erscheinungstag des Remakes.

Für Januar 2027 kündigte Nintendo eine internationale Orchestertournee an, die in Tokio startet und anschließend in Nordamerika, Europa und Australien Station macht. Der Vorverkauf beginnt laut Keyforsteam noch in diesem Monat. In der deutschsprachigen Fachpresse fielen die ersten Reaktionen auf die Direct überwiegend positiv aus: Die Schweizer Tech-Plattform Digitec schrieb, das Remake „sehe sensationell aus“, das Portal PC Games sprach von einer „großartigen Direct“, monierte aber, dass zum Realfilm über den Kinostart hinaus wenig Konkretes gezeigt wurde. Am Dienstagabend folgt um 16 Uhr die reguläre Nintendo Direct zum Winterprogramm der Switch 2.